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Nationalpark Calanques

Der Parque Nacional du Calanque in der Region von Marseille

In der Region von Marseille in Frankreich befindet sich eine ganz einzigartige und unbeschreibliche Naturlandschaft, und zwar der Nationalpark Calanques. Hier kann man die Natur sehr gut beim Wandern erkunden.

Eine Calanque ist auf korsisch ein steiler und enger Küsteneinschnitt des Kalkgesteines im Mittelmeer. Es handelt sich dabei um eine Art Bucht, die fast wie ein Fjord zerklüftet und bizarr ist.
Besonders sehenswert ist das Massiv des Calanque entlang der Küste zwischen Marseille und Cassis in Südfrankreich. Dieses Massiv befindet sich im Department Bouches du Rhone.

Weitere bekannte Calanque in dieser Region heißen Mont Puget, Sormiou und En Vau.

Da diese Landschaft so auffällig und einzigartig ist, wurde das Gebiet zu einem Nationalpark umgewandelt und nennt sich Parque Nacional du Calanque. Nicht nur die Landschaft sondern auch das Klima ist hier besonders. Es handelt sich um ein sehr sensibles Ökosystem, in dem eine ganz besondere Art von Fauna und Flora vorkommt.

In den Calanques gibt es fast keinen Boden mit Erde, aus der Pflanzen wie gewohnt wachsen können. Die Pflanzen wachsen aus den Felsspalten und Rissen des Gesteines und sind dort auf besondere Weise mit den Wurzeln verankert. Diese Art von Vegetation sieht sehr besonders und ein wenig eigenartig aus. Man kann auf einem Besuch im Nationalpark dieses besondere Phänomen bewundern.
Da es ja wie gesagt keine Erde gibt, kann auch kein Wasser gespeichert werden um die Pflanzen zu nähren. Die Pflanzen, die in den Rissen des Gesteins wachsen, ernähren sich vor allem durch verdunstetes Meerwasser und die Gischt, die an der Brandung entsteht. Diese Voraussetzungen machen diese Landschaft so andersartig und so besonders.

Innerhalb des Nationalparks der Calanque befindet sich neben der einzigartigen Flora auch eine besondere Höhle, und zwar die Henry Cosquer Höhle. Diese befindet sich um genauer zu sein in der Calanque von Morgiou und liegt ungefähr 30 Meter unter dem Meeresspiegel. Es ist ein einzigartiges Erlebnis diese Höhle zu besuchen und hier hat man sogar Höhlenmalereien gefunden. Die Zeitzeugen werden auf die Zeit zwischen 27.000 und 19.000 vor Christus geschätzt. Die Bilder stellen Tiere wie Bisons, Steinböcke und Pferde aber auch Meeresbewohner wie Robben dar.
Jährlich besuchen viele Touristen und Einheimische den Nationalpark Calanque um sich von diesem einzigartigen Ambiente begeistern zu lassen. Man kann im Nationalpark durch die Landschaft wandern und die Ruhe und die Natur genießen. Allerdings muss man mit viel Sorgfalt vorgehen, da dieses Ökosystem extrem empfindlich ist und der Tourismus eine Gefahr darstellen kann.

Neben den Wanderwegen finden Sie in den Calanques auch viele Möglichkeiten zum Klettern.

Doch dies ist nicht ganzjährig möglich. Besonders  in den Monaten von Juli bis September ist hier Vorsicht geboten und das Gebiet wird für Touristen gesperrt. Durch die Trockenheit kann in den  Sommermonaten sehr leicht ein Brand ausbrechen und um das zu verhindern, haben Besucher in dieser Zeit keinen Zugang zu den Calanques.

Es ist nur ein einziger Wanderweg entlang der Küste in dieser Zeit  für die Touristen zugänglich.