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Urlaub in der Camargue, Mittelmeer

Südfrankreich Reise in die Camargue - Salz, Sand, Meer und wilde Pferde

Weiße Wildpferde, rosafarbene Flamingos und schwarze Stiere prägen eine der letzten „wilden“ Landschaften Europas, die Camargue. Die am Mittelmeer gelegene Sumpflandschaft südlich von Arles umfasst das Rhônedelta zwischen „kleiner“ und „großer“ Rhône sowie die „kleine Camargue“ westlich davon etwa bis zum Etang de Mauguio. Das gesamte Gebiet ist Schwemmland und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna.

Landschaft

Die Camargue ist zum größten Teil regionaler Naturschutzpark und allgemein zugänglich bis auf die Naturschutzzone um den Etang de Vaccarès. Diese kann lediglich mit Sondergenehmigung besichtigt werden. Von Wein und Sonnenblumenfeldern über Reisfelder bis hin zum Sumpfgebiet, erreicht die Camargue schließlich das Mittelmeer. Hier sind durch Küstenströmungen Lagunen entstanden. Die Uferlinie verschiebt sich stetig und gibt damit nahezu endlose Sandstrände frei.

Sehenswertes

Die Stadt Arles, im Département Bouches-du-Rhône gelegen, ist die bedeutendste Stadt der Camargue und die flächenmäßig größte Stadt in Frankreich. Als Teil von Arles bietet die Camargue ihren Besuchern ein reichhaltiges Angebot an Kultur- und Naturerlebnissen. Reisfelder, Stiere und Flamingos gehören ebenso dazu wie galloromanische Bauwerke und Zeugnisse des Mittelalters. Interessierte können in Saint-Rémy-de-Provence auf den Spuren van Goghs wandeln oder in Les Baux eine ehemals nahezu unbezwingbare Felsenburg des Mittelalters erklimmen. Auch die Sonnenanbeter werden in der Camargue ihr Glück in Badeorten wie Les-Saintes-Maries-de-la-Mer oder nicht weit davon entfernt La Grande Motte finden.

Flamingos in der Camargue
Flamingos in der Camargue

Camargue Pferde
So kennt man die Camargue und ihre weißen Pferde

Stierkampf

Die Corridas, spanisch für Stierkämpfe, haben in der Camargue eine lange Tradition und gehen, anders als die spanischen Stierkämpfe, unblutig für das Tier aus. Diese sogenannten Courses Camarguaises sind äußerst beliebt und für Touristen ein einzigartiges, traditionelles Schauspiel, welches eher einem Stierrennen ähnelt. Die Stiere werden dabei mit Kokarden und Quasten geschmückt, welche ihnen die Razeteurs entreißen müssen. Für jede Trophäe erhalten die Razeteurs eine Geldprämie und auch für die Stiere wird nach dem Kampf Preisgeld bezahlt. Als Austragungsort der Stierkämpfe, hauptsächlich zur Osterferia, ist die Arena von Arles besonders imposant. Sie stellt ein Zeugnis der römischen Antike dar und wurde etwa im 1. Jh. n. Chr. erbaut. Auch heute noch kann sie bis zu 25000 Zuschauer beherbergen.

Ehrfürchtig und mit Wehmut beladen schauen viele Besucher dieses vielfältigen und schützenswerten Landstriches zurück mit der Gewissheit, bald zurückzukehren.

Stierkampf in der Camargue
Stierkampf in der Camargue